Dienstag, 7. Oktober 2008

Free Tibet!


Dieses WE hat es uns nach Dharamsala bzw. McLeod Ganj verschlagen, wir 4 (Jakob, Sixtine, Thomas und meine Wenigkeit) wussten gerade mal, dass der Dalai Lama dieses kleine Städtchen seine Heimat nennen darf. Er residiert dort aber gerade mal 2-3 mal im Jahr um Lesungen im Tempel neben seiner Residenz zu halten, sogenannte Teachings...Und wir vier hatten tatsächlich das Glück genau an einem dieser Zeitpunkte nach Dharamsala bzw. McLeod Ganj zu fahren und an einer Segnung des Dalai Lama teilzunehmen...what a Karma! Das wussten wir eigentlich sobald wir angekommen waren, da der Ort mit "weissen" Touristen, Hippie-Überbleibsl und Möchte-Gern-Buddhisten überströmt ist. Es gibt nichts was man in Dharamsala nicht machen kann um seine eigene innere Ruhe zu finden: haufenweise Meditationskurse, Reiki, Yoga, Buddhismus Einführungskurse, Tibetische Massagen (welche wir uns auch eine genehmigten) und für einfache Leute wie wir es sind: einige "westliche" Cafés, die den bessten Cappuccino, Omelette au fromage, chocolate tart, banana shakes und unzählige leckere Sandwiches angeboten haben und uns eine kleine Pause vom indischen Essen gaben... obwohl die leckeren Momos der tibetischen Küche auch wirklich zu empfehlen sind! Dharamsala besteht aus dem eigentlichen Dharamsala, wo es aber nicht wirklich etwas Sehenswertes gibt und dem 4km entfernten McLeod Ganj, Sitz der tibetischen Exilregierung...nach der chinesischen Invasion in Tibet haben der Dalai Lama und sein Gefolge um Asyl in McLeod Ganj gebeten und seitdem sind ihm mehr als 250 000 Tibeter gefolgt... Dharamsala ist somit eher tibetisch als indisch... was wieder mal die Vielfältigkeit Indiens zeigt - India is of many flavours - wir waren auf alle Fälle von diesem Städtchen beeindruckt, obwohl es nicht wirklich eine schöne Stadt ist, strahlt es so eine Ruhe aus und die lächelnden tibetischen Mönche sind mitunter auch ein Grund dafür. Im Tibet Museum konnten wir uns ein bisschen über die dramatische Geschichte der Invasion in Tibet informieren und den andauernden Kampf eines unabhängigen Tibet innerhalb Chinas. Es schockiert und fasziniert gleichzeitig, weil der Glaube und die Hoffnung an ein freies Tibet dominieren...und das Vertrauen in die Heiligkeit des 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso. Wir haben also am Samstag an einer Segnung von ihm teilgenommen, wo wir es uns auf der Wiese vorm Tempel mit anderen Gläubigen und Nichtgläubigen gemütlich gemacht haben und das ganze Spektakel via FM Radio übersetzt bekommen haben sowie einem Riesenplasma Schirm um die Zeremonie im Tempel selbst zu verfolgen (um drinnen teilnehmen zu können, hätten wir uns schon wochenlang vorher registrieren müssen)... alles doch sehr beeindruckend...einmal durften wir dank unseres Mönches eine kleine Runde im Tempel machen und ihn auch ganz hautnah sehen... Fotos durften wir natürlich nicht machen, aber für uns bleibt es wohl ein unvergessliches Erlebnis und Highlight dieses WE. In diesem Sinne verbleiben wir mit einem "Tibet will be free" ...

Montag, 6. Oktober 2008

World peace & Camel boo

Ein herzliches Holladrio aus dem Land, in dem Demokratie noch funktioniert!

Bevor ich jetzt anfange mich über Wahlergebnisse oder ähnliche Grauslichkeiten zu mokieren, erzähl ich lieber, was sich in meinem überaus aufregenden Leben so zugetragen hat in den letzten 2 Wochen.

Starten wir mit unserer Jaisalmer Mission. Jaisalmer, auch die goldene Stadt gennant ist eigentlich nicht viel mehr als ein Fort, auf einem Hügel, irgendwo in der Wüste in der Nähe von Indiens heißgeliebten Nachbarn Pakistan. Wobei man schon sagen muss, dass es sich um ein zeimlich dickes, fettes, großes Fort handelt also kein Schmähfort ala Riegersburg.

Hingefahren sind wir per Zug, lässige 20h im 3rd class sleeper. Fahrt war dennoch sehr lustig was evtl. auch mit dem köstlichen indischen Whisky, welchen wir als Wegzehrung mitgenommen haben liegen könnte.

Endlich angekommen, erfrischten wir uns erstmal in einem richtig schönen, großen Pool, welcher eigendlich zu einem - für unsere Verhältnisse - viel zu teurem Hotel gehörte. Da aber unser Guide "Magic" mit dem Besitzer irgendwie verwandt war, wars gratis für uns, also gut. Turban und anderes, nutzloses Zeug gekauft, bestes indisches Essen gehabt, danach eine recht durchzechte Nacht ("magic" ist auch mit dem Spirituosenhändler verwandt) am Dach unseres Hostels verbracht.


7h am nächsten Tag Aufbruch zu unserer Kamelsafari. Kater + 0 h Schlaf (Doppelbett mit zwei Franzaken is nix wo man sich einschlafen traut) + lustiges Kamel = KEINE gute Idee. Safari war aber trotzdem ganz lustig auch wenn der Allerwerteste einen nach spätesten 30min zu verfluchen und zu hassen beginnt. Nach 8 Stunden Kamelritt (gefühlte 2 Jahre) sind wir dann endlich bei den Sanddünen angekommen (Rest der Wüste war aus Stein), wo wir dann auch jausneten (frisch gekilltes Chicken) und unser Nachtlager aufschlugen. Nächtigen in der Wüste ist übrigens durchaus zu empfehlen. Die Sterne sind ein WAHNSINN, was man allerdings nicht mitkriegt, da man sich fürs Schlafen komplett einmumen muss (auch Kopf) wenn man am nächsten Tag nicht mit 2 Kilo Sand in Naserl und Munderl aufwachen will. Trotzdem gut geschlafen, Spass gemacht.
Nächster Tag nochmal 3-4h Kamelhoperreita danach kurzes Sightseeing & shoppen (Eva sucht Taschen, Jakob Bangh-Lassi), Zug retour. *Jakob Ende*

*Anmerkung Eva* Der liebe Jakob ist jetzt furchtbar müde und schrecklich schreibfaul, also werde ich in den nächsten Tagen mal eine kleine Fortsetzung schreiben, zwecks world peace und so...pics gibts aber schon nebenan...